Fake-Shops erkennen: 7 Prüfpunkte, bevor du bezahlst
Ein Fake-Shop sieht aus wie ein normaler Online-Shop, liefert aber nie. Du bezahlst, und die Ware kommt nicht an, oder es kommt etwas völlig anderes. Die Seiten entstehen in großer Zahl, oft nur für wenige Wochen, und werben mit Preisen, bei denen man gern schwach wird. Mit sieben Prüfpunkten erkennst du die meisten schon vor dem Kauf.
Die 7 Prüfpunkte
- Der Preis ist zu gut. Ein Markenprodukt weit unter dem üblichen Preis, ohne nachvollziehbaren Grund, ist das häufigste Lockmittel.
- Nur Vorkasse. Wird nur Überweisung, Kryptowährung oder ein Zahlungsdienst ohne Käuferschutz angeboten, ist das ein starkes Warnsignal.
- Das Impressum fehlt oder wirkt falsch. Prüf, ob Name, Anschrift und Kontakt vollständig sind und ob die Anschrift überhaupt existiert.
- Die Adresse ist auffällig. Tippfehler in bekannten Markennamen, ungewöhnliche Endungen oder ein Name, der zu viele Produktarten abdeckt.
- Die Bewertungen sind zu perfekt. Nur Bestnoten, ähnlich formuliert, ohne konkrete Details zur Lieferung.
- Gütesiegel lassen sich nicht bestätigen. Ein Siegel, das nicht zum Anbieter verlinkt oder dort nicht gelistet ist, ist nur ein Bild.
- Zeitdruck. „Nur noch 2 Stück“ und ein Countdown sollen dich zum schnellen Kauf drängen.
So gehst du sicher vor
- Erst suchen: Den Shopnamen zusammen mit „Erfahrungen“ oder „Betrug“ suchen. Nutze auch den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale.
- Zahlungsart mit Schutz wählen: Kauf auf Rechnung, PayPal mit Käuferschutz oder Kreditkarte lassen sich leichter zurückholen als eine Überweisung.
- Screenshots sichern: Artikel, Preis, Bestellbestätigung und Impressum, bevor die Seite verschwindet.
- Prüfen lassen: Füg den Link des Shops in VaultAI ein und lies die Einschätzung, bevor du deine Daten eingibst.
Schon bezahlt?
- Sofort deine Bank oder den Zahlungsdienst kontaktieren und die Zahlung zurückholen lassen. Bei Kreditkarte und Lastschrift stehen die Chancen am besten, bei einer Überweisung ist Tempo entscheidend.
- Lastschrift zurückgeben: Sie lässt sich meist innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückholen.
- Keine weiteren Zahlungen leisten, auch nicht für „Zoll“ oder „Versicherung“.
- Anzeige erstatten bei der Online-Wache deines Bundeslands und alle Belege beifügen.
Mehr zum Thema: QR-Code-Betrug erkennen und Phishing-Mails erkennen.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität, denn Betrugsmaschen ändern sich laufend. Bei einem konkreten Schadensfall wende dich an deine Bank (Sperr-Notruf 116 116) und an die Polizei (Notruf 110 oder die Online-Wache deines Bundeslands).